Seit dieser Woche gibt es einen weiteren Anwärter auf den Posten des Stadtoberhaupts. André Bär von der Wählergemeinschaft M.U.T. hat nun offiziell seinen Hut in den Ring geworfen, stellt sich am 14. September dieses Jahres zur Wahl und tritt damit gegen Amtsinhaberin Sandra Pietschmann und FDP-Mann Thomas Sterz an. Sollte er tatsächlich Bürgermeister werden, so wäre das die bislang wohl größte Herausforderung seines Lebens, wie Bär selbst betont. Der aber möchte er sich gerne stellen, denn es müsse sich unbedingt etwas ändern in der Stadt.
Ein „Weiter so“ werde es mit ihm nicht geben. Vielmehr bedürfe es dringend neuer Impulse. „Mit der historischen Oberstadt, den idyllischen Ortsteilen Metzkausen und Obschwarzbach, dem wertvollen Grüngürtel um Mettmann herum und der Nähe zum weltberühmten Neandertal, bietet unsere Stadt reichlich Potenzial, das nur darauf wartet, entfaltet zu werden", sagt der Kandidat. Er liebe und lebe seine Heimat und es sei ihm eine Herzensangelegenheit, das Bestmögliche für Mettmann zu erreichen.
Klassische Wahlversprechen, deren Umsetzung er nicht garantieren könne und gängige Wahlkampffloskeln werde man von ihm nicht hören. „Stattdessen werde ich mich gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, dem Stadtrat und der Verwaltung auf die wichtigsten Ziele für Mettmann verständigen und für deren Umsetzung Prioritäten festlegen.“ Das Vertrauen der Menschen in Politik und Verwaltung wolle er zurückgewinnen, sagt er, und zwar mittels direktem Dialog, offener und transparenter Kommunikation. Es gehe darum, die Leute bei allen Entscheidungen mitzunehmen.
Um die Stadt in eine gute Zukunft zu führen, sei es notwendig auch mal Kompromisse einzugehen. Natürlich müsse investiert werden, aber nur im Einklang mit der finanziellen Situation der Stadt. Den jüngst von der Politik auf den Weg gebrachten Masterplan Schulen, der auf zehn Jahre angelegt ist, würde André Bär als Bürgermeister auf zwanzig Jahre strecken. „Der Verantwortung für die junge Generation und unsere Nachkommen gerecht zu werden, bedeutet auch, auf solide Stadtfinanzen zu achten und gezielt zu investieren“, betont er. In dieser Hinsicht sieht er aktuell bei der Stadt Defizite. Es sei Zeit für neue Impulse und eine Politik, die näher am Menschen ist. Bär: „„Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen.“
Zur Person: André Bär ist 35 Jahre alt und lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Mettmann. Er arbeitet als Finanzbuchhalter. Seit 2020 gehört er dem Stadtrat an, zunächst als Mitglied der Linken, nach Auflösung der Ortsgruppe als Fraktionsvorsitzender der neugegründeten Wählergemeinschaft M.U.T. Im vergangenen Jahr initiierte Bär eine Petition gegen die Erhöhung der Grundsteuer B und konnte über 1.600 Unterstützer für sein Anliegen gewinnen.