Der Geschäftsführer der NGG Düsseldorf-Wuppertal spricht angesichts neuer Forderungen aus der Politik von einem "falschen Weg": "Eine ,Genuss-Strafsteuer‘ lässt keine Pfunde purzeln. Kein Übergewichtiger wird durch Steuern schlanker, kein Diabetiker gesünder." Es komme vielmehr auf genug Bewegung und den richtigen Ernährungs-Mix an. Und dies könne man den Menschen vermitteln — "schon in der Schule".
Eine Steuer auf besonders zucker- oder fetthaltige Produkte belaste einseitig Geringverdiener — und die Beschäftigten in der Lebensmittelbranche, so der Gewerkschafter. Wichtiger als neue Abgaben sei ein "Genuss in Maßen, nicht in Massen". Auch die Krankenkassen stünden einer Zucker-Steuer mehrheitlich skeptisch gegenüber und setzten stattdessen auf gesundheitliche Aufklärung.
"Wenn die Limo oder Schokolade zum Luxus wird, dann wären in Nordrhein-Westfalen viele Jobs gefährdet", betont Gebehart. Nach Angaben der NGG sind allein in der nordrhein-westfälischen Zucker-, Süßwaren- und Getränkeherstellung insgesamt rund 25.000 Menschen beschäftigt.